Ich glaube, ich brauche eine Erziehungsberatung… oder doch nicht?!

31.07.2016

Heute morgen, Sonntagmorgen, letzter Urlaubstag… Ich wollte nicht vor den Kindern aufstehen. Ich wollte ausschlafen, bevor ich morgen früh um fünf raus muss, weil der Flughafentransferbus um 06:30 fährt.

Geweckt wurde ich von einem knatschigen: „Großer,nimm deinen Fuß von meinem Bett.“ (Zwischen den beiden Betten sind ca. 50 cm (!) Abstand). Gefolgt von einem nicht ganz so knatschigen: „Kleine, hör auf, mir die Zunge raus zu strecken.“ Kurz drauf meinte der Große: „Und den Stinkefinger darfst Du auch nicht zeigen.“ Ich hätte mir gerne das Kopfkissen über den Kopf gezogen. Aber dann hätten die gemerkt, dass ich wach bin. Also weiter gaaaaanz ruhig atmen, damit keiner was merkt!

Wieder knatschig: „Mama, der Große hat den Fuß auf meinem Bett!“

Ich hielt krampfhaft die Augen geschlossen. Wenn ich wieder mit den beiden zuhause bin, suche ich mir eine Erziehungsberatung! Irgendetwas mache ich falsch! Ich halte das nicht mehr aus!

Irgendwie ging das noch in körperliche Aktionen über… Ich hatte keine Lust! Weiter schlafend gestellt. Irgendwann obsiegte mein Kaffeedurst und ich kämpfte mich hoch.

Aber ab da wurde es konstant besser! Am Strand gab es noch ein bisschen Zank, wer jetzt mit Mama mit welchem aufblasbaren Gummiding Spaß hat. Irgendwann durfte ich sie beide hinter mir her schleppen, wir suchten Muscheln und bauten Burgen, einigten uns tatsächlich auf Crepes-Essen, guckten gemeinsam während der nachmittäglichen Ausruh-Phase „Gregs Tagebuch“ (wobei die Kleine erst protestierte und nach einer halben Stunde meinte, sie sei jetzt auch Fan).

Danach ging es zum gemeinsamen Minigolf, wobei der Große dabei den Ball der Kleinen immer nach drei vergeblichen Schlägen auf magische Weise hinter das Hindernis fliegen ließ und wir total den Spaß hatten.

Und während ich gerade meinen zweiten Piña Colada trinke, toben die beiden gemeinsam noch durch den Pool und tunken sich gegenseitig auf eine umgängliche Art und Weise, mit der beide Spaß haben.

Also doch alles im normalen Bereich?

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11 Gedanken zu “Ich glaube, ich brauche eine Erziehungsberatung… oder doch nicht?!

    1. Nee, je Kleiner sie sind, umso „gnadenloser“ sind sie. Es wird später besser! Als ich in der zweiten Schwangerschaft so unendlich müde war, dass ich nachmittags einfach schlafen musste, nutzte der Große (damals keine drei) die Gelegenheit, die Süßigkeiten-Schublade zu räumen. Keine Spur von schlechtem Gewissen… Er hätte mich gefragt… Und keine Antwort (ich war quasi im Koma) war für ihn kein Nein, also musste es wohl ein „Ja“ gewesen sein 😂

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    1. Mich macht es nur soooo fertig, dass sie fast immer streiten. Nur streiten! Sie interessieren sich eigentlich sehr füreinander, kommunizieren aber oft nur zankend. Wenn man sich füreinander interessiert, geht dass doch auch anders! Ich hoffe ja immer, dass es nur eine Phase ist und es gibt auch immer Zeiten wo es besser läuft, aber manchmal sind meine Nerven … einfach durch😖.

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      1. Ja ich kann es verstehen. Meine Zwillinge zanken auch sehr sehr oft 😫 und dann gibt es Tage wo es gar nicht vorkommt und an manchen muss ich andauernd dazwischen gehen. 🙈😫ich denke, wenn sie älter werden und mehr verstehen wird es etwas besser. Hoffe ich zumindest 😊

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        1. Bestimmt wird es besser! Wenigstens haben Deine Zwillinge nicht so einen Abstand untereinander 😉 wie meine beiden. Ich bekomme oft den Ratschlag: „Lass sie doch streiten!“ Aber es geht irgendwann ins körperliche über und da ist das Kräfteverhältnis einfach zu unausgewogen 😳.

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