Storchentag

Unser liebe polnische Nachbarin, die uns so oft hilft mit Übersetzungen und Tatkraft, hat letzte Nacht ihr zweites Baby bekommen.


Mein Mann hat seine polnischen Kollegen gefragt, was die Nachbarn dann so machen. Die Auskunft war schnell und erschöpfend. Sie gehen hin und trinken auf das Baby. Auch ein bisschen mehr. Mehr nicht.

Das war mir zu wenig, deshalb machte ich das, was in der Ecke, in der wir in Deutschland gewohnt haben, üblich ist:

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Ich stellte einen Storch und hing eine Wäscheleine mit Babysachen auf. Da, wo wir damals wohnten, als der Große geboren wurde, bekamen wir von den Feuerwehrkameraden meines Mannes eine Birke auf unseren Balkon im dritten Stock gestellt. Die Nachbarn dachten schon, es würde brennen und man würde uns mit der Drehleiter retten!

Was ist in Eurer Ecke üblich?

Kleiner Nachtrag: Der Nachbar hat gerade hier geklingelt. Er hat sich so gefreut. Er meinte, polnische Nachbarn kommen nur trinken, egal was ist. Er würde das jetzt auch in Polen einführen. Er war total übernächtigt und euphorisch. Süß!
Ich fühle mich nur gerade ein bisschen alt. Es ist schon sooo lange her! Aber ich weiß noch genau, wie die Gefühle die ersten Tage waren…

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20 Gedanken zu “Storchentag

    1. Oh, das ist schade… Kein „shout out“ von Nachbarn und Freunden? Ich hatte mich beide Male sehr darüber gefreut. Und für den Papa ist es auch schön, wenn er so alleine nach dem Krankenhaus nachhause kommt…

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    1. Das kann anstrengend sein, oder? Bei uns zuhause haben sich die Fördervereine der Kindergärten etwas durch „Storchvermietung“ hinzu verdient. Es hat ja nicht jeder einen zuhause… Wir haben den deshalb, weil ich ihn bei der Geburt des Großen von den Kollegen unterschrieben anstelle einer Grußkarte bekommen hatte.

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  1. Bei uns gibt es auch nichts (also Geschenke auch durchaus von den Nachbarn, aber kein „shout out“). Machte aber nichts, weil wir beides Mal ambulante Geburten hatten und einige Stunden später schon wieder auf dem heimischen Sofa geruht haben, alle zusammen.

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    1. Oh mir graut es schon vor den ersten Wodka-Runden hier – wobei es wohl inzwischen akzeptabel ist, nur zu nippen. Ablehnen kommt aber nicht so gut… Unsere Nachbarn sind aber schon ziemlich in der Welt rum gekommen und waren auch schon länger im Ausland – ich denke, da wird es für uns harmlos…

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  2. Wie niedlich das aussieht! ❤ Bei uns gibt es eigentlich auch nur „Babypinkeln", das bedeutet, dass die Männer saufen gehen. Mittlerweile finden das viele aber auch blöd. (Berechtigterweise!). Ich weiß nicht, ob es an der Großstadt liegt oder einfach nur an meinem Umfeld, aber bei uns macht man meistens gar nichts außer Karten schreiben und dann später mal besuchen.

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  3. Hier in der Schweiz schenken Freunde oder auch Nachbarn sogenannte Geburtstafeln. Das ist eine große Figur zb. Elefant und dann stehen Name und Geburtsdatum drauf. Diese Tafel wird dann am Haus oder Zaun befestigt. Im ländlichen gern auch auf Mainbäumen im Garten. Sieht toll aus! Charlotte hat besagten Elefanten bekommen damals.
    Ich find deine Idee auch toll! Da freut man sich auch als Schenkender direkt mit oder?

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  4. Mein Mann setzte sich nach der Geburt des Spatzes auch erschöpft und Euphorisch zu den Nachbarn in den Garten und durfte glücklich erzählen. Daran erinnert er sich noch gut, auch nach 26 Jahren!
    Die Idee mit dem Storch und der Wäscheleine merke ich mir, falls es in der Nachbarschaft oder bei unseren Ablegern Nachwuchs gibt, es sieht Spitze aus und ist erst noch nützlich!

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