Polnische Poesie

Ich habe mir meine letzten Beiträge mal angesehen und festgestellt, dass ich nicht immer bis selten oder nie ein positives Bild von Polen vermittle.

Dann fand ich in den Suchbegriffen, mit denen familiendinge gefunden wurde auch noch „Polen ist ein schreckliches Land“. Nein, ist es nicht. Auch seine Einwohner sind es nicht. Und seine Sprache ist es auch nicht.

Das ich so eher einseitig schreibe, hängt damit zusammen, dass ich ein bisschen therapeutisch blogge. Ist was doof, muss der Dampf raus. Vielleicht auch mal ein bisschen emotional. Also wollte ich mal was nettes schreiben…

Polnisch hat manchmal etwas sehr poetisches, so als Sprache an sich. Als mich der Polnischkurs mit dem Lokativ in den Wahnsinn trieb, hatten wir auch die Himmelsrichtungen.

Norden – połnoc (Mitternacht)

Westen – zachód (Sonnenuntergang)

Süden – południe (Mittag)

Osten – wschód (Sonnenaufgang)

Wo man im Deutschen zwei Nomen aneinander setzt, macht man in Polnisch das eine Nomen ganz leicht zum Adjektiv und beschreibt damit das andere Nomen.

Apfelsaft – sok jabłkowy (apfeliger Saft)

Wenn man jetzt also Nordwesten sagt, transformiert man den Norden zum Adjektiv und beschreibt damit den Westen, also

Nordwesten – połnocny zachód (mitternächtlicher Sonnenuntergang)

Wie leicht wird da etwas poetisch!

Die Stadt liegt im Nordosten – Die Stadt liegt im mitternächtlichen Sonnenaufgang

Wow!

 

 

 

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5 Gedanken zu “Polnische Poesie

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