Problemlöser

Ich erzähle gerne. Übrigens ist das einer der Gründe, warum ich mich irgendwann entschlossen habe, mit diesem Blog mein Leben in die Welt des Internets zu tragen.

Also, ich erzähle gerne, worüber ich in meinem Alltag stolpere. Manchmal lässt mich auch der Alltag stolpern, manchmal das Leben.

Ich bin im wahren Leben außerhalb des Netzes nicht soooo anders. Ich erzähle gerne, was nicht klappt und mich deshalb beschäftigt. Ich erwarte dabei allenfalls, dass mein Gegenüber in verständnisvolles Mitreden verfällt.

Ich erwarte von solchen Gesprächen nur selten die Lösung meines Problems. Außer vielleicht, wenn ich dem Großen sage, er solle die Spülmaschine ausräumen. Dann erwarte ich kein verständnisvoll-harmonisches Plaudern darüber, sondern dass das Problem zack-zack gelöst wird. Und zwar nicht von MIR!!!

Ich mag das nicht, wenn ich im ersten Satz über das spreche, was mich beschäftigt, mein Gegenüber dann mir im zweiten Satz die Lösung um die Ohren haut.

Probleme lösen tötet die Kommunikation!

Lasst das! Wenn jemand fragt:“Wie bohre ich mir ein Loch ins Knie?“, könnt Ihr die Antwort liefern und das Problem lösen. Wenn jemnd erzählt: „Boah, heute ist so ein Tag, da hätte ich mir am liebsten ein Loch ins Knie gebohrt.“, dann möchte dieser jemand nichts von Bohrern und lokaler Anästhesie hören. Er möchte etwas hören wie: „Oah, solche Tage kenne ich. Erst letztens wäre ich am liebsten mit der Stirn auf die Tischkante geknallt, weil das so ein Tag war!“

Wenn Ihr nicht so persönlich werden wollt, könnt Ihr auch die Freundin bemühen, die sich am liebsten mit dem Hammer auf den Daumen gehauen hätte, weil es so ein Tag war.

Versteht Ihr, was ich meine?  Meine Probleme löse ich schon selbst, aber ich mag das Gefühl, nicht alleine zu sein.

Kommentare sind wie immer sehr willkommen. Aber wer jetzt etwas schreibt wie „Vielleicht solltest Du nur über die Sonnenscheinseiten deines Lebens schreiben und nicht über Deine großen und kleinen Stolperfallen.“, den schalte ich nicht frei! Denn in diesem Fall habe ich die Macht über Euch Problemlöser (und natürlich Problemlöserinnen – es soll sich ja niemand vom Problemlöser sein ausgeschlossen fühlen).

Anm. d. Autorin: Anlass zu diesem Beitrg ist eine Person, die uns hier gerade besucht. Wenn ich von unserem Leben hier erzähle und was uns hier so passiert und worüber wir halt stolpern, dann liefert sie eine Lösung. Dabei möchte ich nur reden. Eine Verbindung herstellen.  Also muss jetzt keiner von Euch hektisch seine Kommentare durchscrollen, um zu sehen, ob ich ihn meine. Solange du nicht gerade in unserm Gästebett nächtigst, bist Du nicht gemeint.

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8 Gedanken zu “Problemlöser

    1. Uuh – und bei Dir wird ja noch gerne Dankbarkeit erwartet wie Du in einen deiner letzten Beiträge über bezahlte Helfer geschrieben hast. Da gibt es bestimmt auch den einen oder anderen „Macher“, der nicht nur redet, sondern schon macht bevor du „Pieps!“ sagen kannst, oder?

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      1. Oh ja. Es gibt sogar Stimmen, die behaupten zu einem wesentlichen Teil dazu beigetragen zu haben, daß meine Kinder nicht verwahrlost sind. Und ja, es gibt eine kleine Anzahl Freunde, die zur rechten Zeit am rechten Ort waren, ohne besagte Dankbarkeitshaltung von mir zu erwarten. Für die war ich Lydia, die Mutter von zwei Kindern. Blind war eine Eigenschaft von vielen.

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        1. Hm – bei den echten Freunden ist man dann tatsächlich auchcmal dankbar, oder? Vielleicht nicht, weil sie geholfen haben, sondern einfach weil es sie gibt!

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  1. Ich habe mir gerade deine Schlagwörter angesehen – die Person im Gästebett ist deine Schwester?! 😉 überhaupt nutzt du „Merkwürdige Schlagwörter“ (nämlich eben dieses).

    Ich kenne übrigens eine Person, die ebenfalls gerne erzählt. Leider kann sie nicht (spannend) erzählen. Sie verfranzt sich total in Details und verliert dadurch den roten Faden. Beispiel: „Ja, ich wollte ins Museum, die Ausstellung war total interessant. Da bin ich dann mit der U3 hingefahren, oder war es die U2? Moment, ich stand um 20min nach am Gleis, dann muss es ja die U3 gewesen sein… achnein, die hatte Verspätung, also war es die U4. Oder doch die U2??…“ Ganz ehrlich, was interessiert mich die Ubahn-Linie?

    Zum Glück weiß ich bei dir, dass du erzählen kannst 😉 zumindest hier im Blog.

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    1. Oh mein Gott – es liest jemand meine Schlagwörter 😱! Mir wollten nicht so viele Schlagwörter zu dem Beitrag einfallen, da wurde ich ein bisschen kreativ 😉. Und wenn ich was übers Backen gepostet habe, gab es immer viele Aufrufe. Also verbinde ich diesen Beitrag mit einem kleinen Experiment.
      Du ziehst die richtigen Schlüsse es ust meine Schwester. Halt die ältere Schwester. Und irgendwie ändert sich am geschwisterlichen Verhältnis nie etwas!
      Zum Glück gibtces hier keine U-Bahn, sonst könnte es hier auch verwirrt werden 😂

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  2. Aaaahhhh gestern war so ein Tag. Da will ich keine Lösungen, sondern getröstet werden (es fing damit an, dass um 7:00 Uhr früh in der Firma das Garagentor nicht aufging). Den Rest erspare ich euch – im musste dann nach Feierabend Dessert machen mit Sahne und Eierlikör. Jawoll! Manchmal könnte ich die Problemlöser beißen 😉

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    1. Oh – Trost suchen im Eierlikör? Und Sahne hilft bestimmt auch. Ich persönlich bleibe gerne bei Schokolade und Rotwein… das ist auch sehr schnell zubereitet, sofern man denn den Korkenzieher findet.

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