Berufswünsche

29.01.2019

Der Große und seine beruflichen Neigungen zusammen mit den diesen Neigungen nicht entsprechenden Schulnoten, da die Schule wiederum so gar nicht seinen Neigungen entspricht, er aber aufgrund seiner ihm wirklich entsprechenden beruflichen Neigungen keine Alternativen zur Schule hat, verursachen mir Bluthochdruck. Aber warum eigentlich mir? Ist doch sein Wunsch. Ach, Pubertät halt…

Aber eigentlich wollte ich gar nicht über den Großen, dessen Berufswünsche und meinen Bluthochdruck schreiben, sondern über die Kleine.

Die Kleine ist jetzt neun und würde gerne Beamtin werden und dann wiederum am liebsten Lehrerin am Gymnasium für (haltet euch fest!) Latein.

Dabei weiß sie nur, dass Latein beim Großen nicht so gut läuft (und mir unter anderem auch Bluthochdruck verursacht) und dass Lateinlehrer sehr gesucht sind (was sie aufschnappte, als ich mal meinte, dass wohl kaum einfach so ein anderer Lateinlehrer vorbei kommt, weil die ja so knapp und gesucht sind).

Ich habe keine Ahnung, ob dass mit der Kleinen und Latein was werden könnte, aber für den Lehrberuf ist sie schon qualifiziert,

Wenn sie nämlich etwas von mir möchte, schreibt sie mir am Computer Zettel. Mit ihrer Unterschrift und einem abtrennbaren Rückgabeabschnitt. Und das macht nicht immer alles so hundertprozentig Sinn, was muss ich jetzt wo ausfüllen, muss ich nur den Abschnitt zurückgeben oder alles, weil ich oben ja auch noch was ankreuzen musste.

Ja, die Kleine als verbeamtete Lehrerin… das könnte etwas werden!

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11 Gedanken zu “Berufswünsche

  1. Finanzbeamtin im höheren Dienst würde auch passen. Da schreibt man auch schöne Briefe mit Forderungen.
    Nur falls Latein doch nicht so schön ist.
    Hat der Große seine Noten schon mit den Aufnahmevoraussetzungen gegen gecheckt?
    Ich sag zuhause immer „dir wurde doch gesagt Schnitt Xy und wenn du das nicht hast musst du dich bei Mathe oder einem Fach ohne Zugangsvoraussetzungen einschreiben. Ob es wirkt wird die Zeit zeigen. 3 Mai ist die letzte Abiprüfung.

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    1. Da er eigentlich einen Beruf erlernen möchte, gibt es keine genauen Voraussetzungen. Die meisten in diesem Beruf haben Abitur, aber es ginge auch ein guter Realschulabschluss. Aber mit einem Zeugnisdurchschnitt von schlechter als vier reden wir weder von einem Realschulabschluss, geschweige denn von einem guten, und fürs Abitur sieht es auch Mau aus. Dabei sind seine schriftlichen Noten drei oder besser. Alle Lehrer sagen, dass er gezeigt hat, dass er es problemlos schaffen könnte. Er reißt es mündlich rein. Er sitzt im Unterricht und … atmet. Und hat dadurch alle Noten ruiniert! Mit Abitur würde es im Dreierschnitt reichen…. dafür müsste er noch nicht mal hart arbeiten.
      Aaaaaah – ich spüre schon den Blutdruck steigen!
      Themenwechsel – ja, in der Juristerei könnte ich mir die Kleine auch vorstellen, sie hat so gerne immer Recht und findet jede Lücke in meinen Regeln 😂.

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      1. Mündliche Noten sind mir seit Kind 2 und Kind 3 ein Horror geworden. Kind 1 ist wie ich ein schlimmer Klugschwätzer und ich kann mich schlecht in die Situation des Nicht-Mitmachens hinein versetzen.
        Wie oft ich in den letzen Jahren Diskussionen darüber hatte ist Wahnsinn. Von praktischen Tipps wie einer persönlichen Strichliste fürs Mitmachen zur Selbstreflektion bis zu Schimpfen…..
        Kind 2 hatte in der Realschule immer 4,0 abwärts und nur am sehr kuscheligen Berufskolleg ging es etwas besser. Im Studium wieder schlechter, aber ich habs aufgegeben und schluck den Ärger runter.
        Kind 3 hat AspergerAutismus und trotz Nachteilsausgleich nimmt sich die Mathelehrerin das Recht raus ihm zur schriftlichen 2+ mündlich 5+ zu geben.
        Also Du bist nicht alleine ratlos.

        Ihr seid ja nicht (wie wir) Bundesland BaWü und ich kenn mich deshalb nicht wirklich aus, aber gab es denn kein Beratungsgespräch mit den Oberstufenberatern? Gäbe es noch Wechselmöglichkeit in ein Berufskolleg mit IT Ausrichtung? Oder sonst ein IT Schule? Ein bisschen hört es sich ja schon nach beruflichem Gymnasium an wo er ist. Hat er denn nach dem Wechsel aus Polen einen klar definierten Realschulabschluss?

        Der Name des angestrebten Ausbildungsberufs ist mir aus Deinen Worten schon klar. In dem Bereich hatte ich neulich Kontakt mit einer kleinen Firma, die beschrieb, dass sie im Grunde Niemand bekommen als Azubi, weil Jeder nur in die großen Firmen will. Meine Kollegin aus der Berufsberatung bestätigte mir den Trend und ebensolche Rückmeldungen anderer kleiner Firmen. Die eine Firma sucht nun lieber Realschüler und legt den Fokus stärker auf das Thema ob die Bewerber schon selber mit Computern Dinge getan haben.

        Spontan denke ich, dass er solange wie möglich auf dem Weg Richtung Fachhochschulreife (nach Jahrgangsstufe 1) oder Abi (nach Jahrgangsstufe 2) in der Schule bleiben sollte denn die Zeit bringt ersten Reife und zweitens auch Stabilisierung nach der Zeit des Umbruchs. Zumal die Berufsschullehrer dieses Ausbildungsberufes gerne von Oberstufenwissen ausgehen. Und der Bevölkerungswandel wird mit ihm sein und dann vielleicht gezielt auf Ausbildungsmessen etc kleine Firmen auch berücksichtigen.

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  2. Dein Sohn ist irgendwann durch die Pubertät durch und kann dann seine Noten aufbessern oder auf dem 2 Bildungsweg das Abitur machen.

    Bei deiner Tochter sehe ich den starken Willen und den Grips welche unsere Tochter hat und hatte. Nur nervig als sie klein war, danach bis heute toll!

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    1. Du machst mir Hoffnung. Eigentlich genieße ich auch ihre Motivation. Wenn es sich nur auch mal auf andere konzentrieren würde 😂. Aber das wird sich mit ziemlicher Sicherheit noch geben.
      Da wir die Kleine heute an der weiterführenden Schule des Großen angemeldet haben, ergab sich heute auch ein Gespräch mit dem Oberstufenleiter. Er empfiehlt im Hinblick auf unsere Erlebnisse in den letzten Monaten, eine freiwillige Wiederholung für den Großen ins Auge zu fassen. Falls er sich noch im zweiten Halbjahr steigert, ist alles gut, da das erste nicht ins Abitur einfließt. Wenn er nicht mehr Fuß fasst, kann er noch mal neu starten, dann auf vertrauterem Terrain. Der Große tut sich mit Veränderungen halt schwer ind braucht manchmal ein bisschen mehr Zeit zum Ankommen. Und er bestätigte, dass schriftlich alles soweit in Ordnung ist, aber mündlich kaum etwas kommt. Tatsächlich hat das Gespräch den besonders den Ehemann und mich beruhigt.

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  3. Beim Großen sprichst du mir aus der Seele. Einmal ist es Latein, dann Bio, Chemie, Physik… Da ist überall Luft nach oben… Himmel. Bluthochdruck und Schlaflosigkeit suchen mich auch immer wieder heim.
    Die Kleine – läuft, würde ich sagen. 🙂
    Liebe Grüße
    Anni

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    1. Ja, Schule läuft bei der Kleinen. Da moniert der Lehrer ein „uneinheitliches Schriftbild“ und das sie zügiger arbeiten muss. Ehrlich gesagt… nach den Erfahrungen mit dem Großen ist das alles ziemlich egal 🤪.

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