Das macht schlechte Laune

06.02.2019

Nach dem Wochenende in Polen haben wir wieder eine Personenwaage.

Ich habe mich also zum ersten Mal seit Monaten gewogen. Ich wusste ja, dass ich zugenommen hatte, musste ich mir letztens doch die Jeans eine Nummer größer als sonst kaufen. Und der alte Bügel-BH passte nicht mehr so richtig, sondern zwickte schon mal.

Alles in allem fühlte ich mich aber wohl. Wenn ich in den Spiegel schaute, sah ich einfach nur mich.

Joah…, aber dann stieg ich auf die Waage und sah ein Gewicht, dass ich das letzte Mal am Ende der Schwangerschaft mit der Kleinen gesehen hatte. Nur dass ich diesmal nicht schwanger bin.

Ich muss aber dazu sagen, dass meine Endschwangerschaftsgewicht nie soooo hoch war, weil ich die ersten drei Monate gefühlt nur gekotzt habe, keinen Appetit hatte und mich besonders bei der Kleinen nur mit Tee und Fassbrause am Leben erhielt. Weswegen ich in den ersten Monaten abnahm und erst ab dem vierten Monat Gewicht zulegte und dann im normalen Rahmen.

Trotzdem ist es so ein Bezugswert… auf einmal schaut man in den Spiegel, und fragt sich, ob man schwanger aussieht, ohne schwanger zu sein. Auf einmal sehe ich den gewachsenen Bauchumfang und spüre, dass mehr Klamotten zwicken als nur der BH.

Langer Rede kurzer Sinn: ich bin auf Diät. Der Ehemann macht solidarisch mit, solange er sich nicht kümmern braucht, was es zu essen gibt.

Ich habe zwar keinen Hunger, aber sehr schlechte Laune. Mein Körper (also ich) rebelliert gegen die Umstellung auf Low Carb und High Protein und High Fibre. Und es äußert sich in äußerst schlechter Laune.

Man, bin ich froh, nie geraucht zu haben. Wenn ich mal hätte aufhören wollen, hätten mich irgendwann alle angefleht, wieder mit dem Rauchen anzufangen.

Die Kleine steckte mir gestern immer wieder mal einen ihrer heißgeliebten und sonst stets als unteilbar verteidigten Erdnussflips in den Mund. Vielleicht ein Zeichen?

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13 Gedanken zu “Das macht schlechte Laune

  1. Pfeif doch auf das Diktat einer Waage. Du sagst doch selbst du fühlst dich wohl! Ausserdem könntest du wohl ohne Diät genauso langsam wieder abnehmen wie du zugenommen hast. Etwas weniger dies und etwas mehr das.

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    1. So richtig Diät ist es ja eigentlich auch nicht. Es ist halt weniger Kohlenhydrate als vorher und die Umstellung wirkt gerade… Seitdem ich auf der Waage war, fühle ich mich halt nicht mehr wohl. Und eigentlich ist so kurz vor Frühjahrsbeginn ein guter Zeitpunkt, weil die Tage länger werden, es öfter mal schön ist, so dass es leichter fällt, mal raus zu gehen. Im Januar habe ich kaum einen Schritt vor die Tür gemacht, wenn ich nicht musste 🙄.

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  2. Ganz viel Erfolg! Du bist ein Vorbild für mich, ich schaffe es einfach nicht, eine „Diät“ durchzuhalten! Meine Laune wird schnell unterirdisch und alle wissen ich bin mal wieder hangry! Liebe Grüße Ingrid

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    1. Danke! So eine richtige Diät nach Plan halte ich auch nicht durch. Gar kein Zucker oder so geht gar nicht, aber mit reduzieren und umstellen klappt es erfahrungsgemäß einigermaßen. Man muss nur den Moment finden, in dem man den Schwung dazu hat. Da weder der Ehemann noch ich im Moment arbeiten, habe ich auch Zeit, vieles selbst zu backen. Der Teil ist gerade auch ganz spannend und motiviert mich.

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  3. Die schlechte Laune vergeht ganz schnell, so bald die Waage die ersten niedrigeren Zahlen ausspuckt. Und gemeinsam mit dem Ehemann macht es doch auch mehr Spaß.
    Mir macht die Umstellung gerade richtig Spaß. Vor allem weil bei mir das Kochen jetzt viel schneller geht. Da es alles mit viel weniger Aufwand verbunden ist als sonst.
    Gutes Gelingen!

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  4. Ich wagte es nach den Ferien noch nicht, wieder auf die Waage zu stehen. Davor hatte ich 3 Kilo abgenommen. Das stimmte mich positiv, auch wenn ich mir im Spiegel noch nicht gefiel😉.
    Jetzt geht es mit viel mehr Eiweiss weiter, aber auf die Waage wage ich mich erst nächste Woche.

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  5. Ich verstehe dich SO gut! Ich mach grad das gleiche. Nur damit meine Laune nicht ganz so schlecht wird verzichte ich auf nichts ganz, sondern mach dann halt…keine Ahnung. Zwei drei nüdelchen mit ins Gemüse. Abgezählt 5 gnocchi und den Rest gesund. Anstatt Süßigkeiten mal hier und da trockenfrüchte oder Reiswaffel mit erdnussbutter aus 100% Erdnuss und frisches Obst drauf…

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    1. Ich mache es ähnlich. Die Kinder wollen ja nicht auf ihre Nudeln u.ä. verzichten, also mache ich mir ganz viel Gemüse oder Salat und esse eine kleine Portion Nudeln dazu. Nach dem Abendessen gibt es auch ein bisschen Schokolade. Ich kann nicht ohne 😳!

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    1. Nichtsdestotrotz ist es eine Ernährungssumstellung und der Körper meckert darüber. Ich bin ja nicht schlecht gelaunt, weil das Essen nicht schmeckt oder ich hungrig bin. Sondern weil es anders zusammengesetzt ist und das findet mein Körper gerade doof… aber die Rezepte gucke ich mir mal an! Zum Backen finde ich das Buch „Die Wölkchenbäckerei“ sehr schön (auch auf Instagramm als woelkchenbaeckerei).

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