Im Büro hat‘s gerauscht

14.01.2021

Ich war seit Oktober nur noch digital und online im Büro.

Seit Anfang diesen Monats habe ich auch eine offizielle Ausstattung mit gutem Stuhl, richtigem Bildschirm und einer Tastatur.

Das ist eine rechte Wohltat im Vergleich zum Laptop mit Küchenstuhl am Esstisch. Mit dem Laptop kann ich gewichtige Dokumente nun auch auf zwei Bildschirmen bearbeiten. Was die Arbeit unglaublich erleichtert. Zuvor habe ich mit zwei Dokumenten nebeneinander auf dem Laptop-Bildschirm gearbeitet.

Ein Kollege aus dem Büro war bei seinen Familienangehörigen zu einer Kontaktperson erster Ordnung geworden. Daraufhin musste man in unserer Organisationseinheit bekennen, dass den Corona-Vorschriften des Unternehmens nicht so immer ganz gefolgt wurde und einige Kollegen in der Mittagspause stets zusammensaßen.

Nun, seitens der Führung rauschte es dann ordentlich durch.

Jetzt wird sich auch im Büro nur noch telefonisch besprochen. Muss etwas zusammen bearbeitet werden, wird auch auf dem gleichen Flur mit Online- und Telefonkonferenz gearbeitet. Wer seine Mittagspause nicht alleine verbringen will, kann mit Maske und Kollegen die Zeit draußen verbringen. Ansonsten bleibt jeder für sich alleine. Manchmal fehlt mir die Gesellschaft im Büro. Aber unter den Bedingungen bin ich mit meiner Familie zuhause weniger alleine.

„Wer sich jetzt mit einem Arbeitskollegen zum Mittagessen trifft und sich beim Essen gegenübersitzt, kann nicht behaupten, die Maßnahmen würden nicht funktionieren. Diese müssen schon richtig angewandt werden, damit sie wirken.“
Lothar Wieler

4 Gedanken zu “Im Büro hat‘s gerauscht

  1. Erstaunlich, dass es der Kollege zugab. Hier würde man das nicht sagen. Und die Schüler, die sich in der Mittagspause zu siebt eine Familienpizza teilen (häufig persönlich gesehen)…..ach egal…Schulen sind zu.

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    1. Die Corona-Regelungen sind bei uns schon seit Oktober sehr strikt. Mein Schreibtischgegenüber (der Millenial) kam mit einer Erkältung ins Büro, wurde vom Büronachbarn verpetzt, und in Schimpf und Schande vom Vorgesetzten nachhause geschickt.
      Hätte der Kollege im Beitrag nichts gesagt und wäre selbst zu einem bestätigten Fall geworden und wäre dann bekannt geworden, dass er aufgrund der Kontaktwarnung davon wusste und hätte noch jemanden in der Mittagspause angesteckt, dann wäre es übel für ihn ausgegangen. Eigentlich sind es ja verantwortungsvolle Menschen, die sich aber halt doch mal ganz menschlich falsch verhalten. Diese Fehler wurden jetzt abgestellt. Es war nur schade, dass es den Hammer vor den Kopf brauchte, aber immerhin lernfähiger als so mancher Querdenker.
      Der Große berichtete aus der Schule auch nichts gutes. Abstand halten, Maske tragen war bei Schülern unter sich (z.B. Aufenthaltsraum der Oberstufe) eher nicht so angesagt. Ich hatte ihn nach Chemobeginn des Ehemannes gründlich eingenordet und hoffe, dass es was gebracht hat. Er versprach jedenfalls, die Maske stets aufzulassen und sie nur für Essen und Trinken mit Abstand von den anderen abzunehmen. Ausnahmsweise sagte ich mal, dass er zum Glück keine engen Freunde an der Schule hat, mit denen das Zusammenhocken so gewohnt normal scheint und die Maßnahmen so weit weg wirken. Mir fällt es auch sehr schwer, jemanden zu treffen, den ich sehr mag und ihn dann nicht zu umarmem. Dann fällt es mir leichter, mich nicht zu treffen. Und die Kinder haben die Wahl ja nicht, sie sollten ja in die Schule. Ist jetzt keine Entschuldigung, aber in dem Alter sind die Impulse so stark, das Gehirn noch schwach, da Umbau noch nicht fertig, die Risiko-Abwägung ist außer Kraft gesetzt und man fühlt sich doch ziemlich stark und denkt, man weiß alles. Ist für uns alle nervig, für die Entwicklung wichtig, in der Pandemie aber vielleicht tödlich 🤷‍♀️
      Bleib gesund!

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  2. Ich beobachte das auch. Gestern und heute großes Thema bei den Taxi-Kolleginnen und -Kollegen: die kommende Pflicht im bayerischen ÖPNV eine FFP2-Maske zu tragen. Die häufigsten Argumente sind: Wir sind ja gar nicht ÖPNV, Masken bringen nichts, ich trage eh keine, kann keiner kontrollieren, Covid-19 ist nur eine Grippe, ich soll mal nicht übertreiben, ich sollte mich mal richtig informieren… Ich selber trage bei Besetztfahrten seit Juni FFP2-Maske, habe eine Trennwand in Taxi, desinfiziere den ganzen Innenraum bei Schichtbeginn und benutzte Plätze und Griffe nach jeder Fahrt. Die, die sich um jede Maßnahme drücken sind übrigens die, die sich beschweren, dass die Zahlen nicht runtergehn und der Lockdown so lange dauert. Ein Trauerspiel. Bleib gesund!

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  3. da wir nur wenige Mitarbeiter im Hamburger Büro sind und unsere Regeln klar, ist es relativ leicht diese Regeln einzuhalten…es würde auch sofort auffallen, wenn es jemand nicht einhalten würde…. bisher sind alle sehr rücksichtsvoll und halten sich dran….
    Schlimmer finde ich es in den Geschäften und noch schlimmer auf den Elb-Wanderwegen….da sind Menschenmassen zusammen unterwegs….das können nie und nimmer nur ein Haushalt +1 weitere Person sein…und Abstand kennt da keiner ….

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