Fahndungserfolge

09.05.2021

Ihr kennt bestimmt alle den Spruch:

„Ins Kinderzimmer gehen ist wie ein Besuch bei Ikea: Du willst nur mal kurz rein schauen und verlässt es mit 6 Tellern, zwei Tassen und diversem Kleinkram.“

Ich habe tatsächlich mal ein Geschirr gefunden, dass mir so gut gefällt, dass ich bereit bin dafür Geld auszugeben. Eben nicht nur so IKEA-mäßig wenig Geld, sondern für mich echt viel. Ich schaue immer nach Online-Angeboten und kaufe dann mal zwei Teller oder Schalen, Stück für Stück. Die Teller sind ganz dunkel und egal was man für ein Essen da wie drauf packt – es sieht immer Insta-mäßig lecker aus.

Die Anzahl der Geschirrteile ist noch sehr überschaubar. Ich habe es bisher zum Beispiel auf sechs Dessertteller gebracht.

Irgendwann waren es nur noch drei. Und es blieben drei. Tagelang. Ich scheuchte die Kinder in ihre Zimmer, um nach diesen Tellern zu suchen. Der Große fand einen.

Die Kleine fand nichts.

Die Kleine wollte ihr Hochbett nicht mehr (was ich sehr begrüßte, denn dieses Bett war ein Schwarzes Loch. Alles wurde dort mit hoch genommen, nichts fand den Weg wieder nach unten).

Ich fühle mich solchen Aufgaben neben der Pflege des Ehemanns im Moment nicht gewachsen. Also bat ich meine Lieblingsschwester, mit der Kleinen das Zimmer aufzuräumen und anschließend das Bett abzubauen.

An dem großen Räum-Tag bat ich gleich darum, nach den beiden verlorenen Tellern Ausschau zu halten. Die beiden gingen hinunter ins Zimmer und gleich kam die Kleine mit – tatataaa – den beiden Desserttellern wieder. Sie standen auf einem Schränkchen unter dem Schreibtisch. Nicht auf den ersten Blick zu sehen, aber so richtig versteckt war das auch nicht. Und reden wir nicht über all die anderen Kleinigkeiten, die wieder auftauchten. Nur so viel: Im Moment gehe ich vieles viel weniger suchen.

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